Alles zur Schwerbehinderung

  • Beantragung und Durchsetzung der Anerkennung eines Grades der Behinderung und der Merkzeichen
  • Ausführliche und individuelle Beratung und Hinweise für die Erstellung der notwendigen ärztlichen Unterlagen
  • Verschlimmerungsanträge (Folgeanträge bei einer Verschlimmerung der bereits festgestellten Erkrankungen oder beim Auftreten neuer Erkrankungen)
  • Durchsetzung der Aufhebung von rechtswidrigen Bescheiden (z. B. bei einer Kürzung des GdB)
  • Überprüfung von Bescheiden
  • Hilfe bei Rückstufung des Grades der Behinderung
  • Behinderung und Rente

Rufen Sie mich an und ich sage Ihnen, ob sich eine professionelle Rentenberatung für Sie lohnt:
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Schwerbehinderung und Ihr Schwerbehinderungsgrad:

1. Was ist eine Schwerbehinderung?

Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Die Auswirkungen auf die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft werden als Grad der Behinderung nach Zehnergraden abgestuft festgestellt. Als schwerbehindert gelten nach dem Gesetz Menschen, bei welchen ein Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 50 vorliegt. Auf Antrag des behinderten Menschen, stellen die für die Durchführung des Bundesversorgungsgesetzes zuständigen Behörden, das Vorliegen einer Behinderung und den Grad der Behinderung fest. Die Behörde stellt einen Schwerbehindertenausweis aus, welcher die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, den Grad der Behinderung und evtl. vorhandene Nachteilsausgleiche (Merkzeichen) nachweist. Liegen mehrere Beeinträchtigungen der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft vor, so wird der Grad der Behinderung nach den Auswirkungen der Beeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit, unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen, festgestellt. Eine Feststellung ist nur zu treffen, wenn ein Grad der Behinderung von wenigstens 20 vorliegt. Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden sollen behinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber wenigstens 30, bei denen die übrigen Voraussetzungen vorliegen, wenn sie infolge ihrer Behinderung ohne die Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder nicht behalten können (gleichgestellte behinderte Menschen).

2. Warum brauche ich eine Schwerbehinderung?

Stehen Sie noch im Arbeitsleben und sind aufgrund ihrer Erkrankungen häufiger arbeitsunfähig, dann ist die Beantragung eines Grades der Behinderung der erste Schritt für einen erhöhten Kündigungsschutz. Der erhöhte Kündigungsschutz ist durch eine Gleichstellung bereits mit einem GdB von 30 möglich. Wichtig ist dies auch, wenn Sie nicht mehr arbeiten können und die Altersrente für schwerbehinderte Menschen beantragen wollen. So können Sie früher in Rente gehen und die Rentenabschläge vermindern . Außerdem haben Sie – je nach Schwere und Anzahl Ihrer Krankheiten – arbeitsrechtliche Vorteile (z. B. eine Woche mehr Urlaub), steuerliche Vergünstigungen, Parkerleichterungen (sog. Behindertenparkplatz), Preisnachlass beim Neuwagenkauf und viele andere „Nachteilsausgleiche“

3. Wie kann ich eine Schwerbehinderung durchsetzen?

Damit Sie eine Schwerbehinderung durchsetzen können, ist zunächst ein Antrag beim Versorgungsamt notwendig. Hier ist es besonders wichtig, sich von Anfang an professionelle Hilfe zu holen. Aussagekräftige Atteste verkürzen die Verfahrensdauer und führen schneller zum Erfolg. Der Unterschied zwischen Rente und Schwerbehinderung liegt darin, dass im Rentenverfahren ausschließlich die Einschränkungen in der beruflichen Tätigkeit berücksichtigt werden. Bei der Feststellung der Schwerbehinderung werden ausschließlich die Einschränkungen im Alltag und nicht im Beruf beurteilt. Wie Ihre Erkrankungen eingestuft werden können, erläutere ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Näheres zum Thema Schwerbehinderung allgemein finden Sie auf den Seiten des Zentrums Bayern Familie und Soziales (www.zbfs.bayern.de)

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