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Die neue Flexi-Rente / Flexirente

Neue 9/10-Regelung - leichter in die KVdR wechseln

 

Die neue Flexi-Rente / Flexirente - neu seit 2017

Was ist die Flexi-Rente?

Mit dem Flexirentengesetz begann 2017 eine neue Ära in der Rentenversicherung: Endlich kann man flexibel und deutlich fließender vom Arbeitsleben in den Ruhestand wechseln.

Bisher waren die Hinzuverdienstgrenzen sehr starr - hohe Rentenrückzahlungen konnten die Folge sein.

Mit der Flexi-Rente können Rentner endlich selbst bestimmen, wieviel sie nebenbei noch arbeiten möchten - ein sanfterer Ausstieg aus dem Arbeitsleben ist damit möglich.

Wie funktioniert die Flexi-Rente genau?

Seit dem 1. Juli 2017 können Rentner mit einer vorgezogenen Altersrente oder bei einem Bezug einer Rente wegen Erwerbsminderung bis zu 6300 Euro im Jahr anrechnungsfrei hinzuverdienen.

Der darüber hinausgehende Verdienst wird zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet - auf den Euro genau.

Es gibt natürlich eine Obergrenze für den Hinzuverdienst, der sich am Einkommen der letzten 15 Jahre orientiert.

Warum ist die richtige Ermittlung des Hinzuverdienstes so wichtig?

Die Rentenbehörde stellt eine Prognose über den Hinzuverdienst auf, die jedes Jahr überprüft wird. Damit man hier keine Überraschung erlebt und hohe Rückzahlungen leisten muss, sollte man sich bei möglichen Änderungen frühzeitig beraten lassen.

Was muss ich bei der Bestimmung meiner Teilrente beachten?

Als Altersrentner können Sie die Höhe Ihrer Teilrente und damit auch Ihre Hinzuverdienstgrenze flexibel selbst festlegen. Die Teilrente muss aber mindestens zehn Prozent der Vollrente betragen. Solange Sie die Grenze mit Ihrem Hinzuverdienst nicht überschreiten, wird Ihre Teilrente in der selbst gewählten Höhe ausgezahlt.

Bekommen Sie später eine höhere Altersrente, erhält der Rentenanteil, den Sie bisher nicht in Anspruch genommen haben, einen geringeren Abschlag als der Anteil, den Sie bereits bezogen haben. Nur bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte gilt dies nicht, denn sie ist ohnehin abschlagsfrei.

Ab wann entfällt die Hinzuverdienstgrenze?

Wenn Sie Ihre Regelaltersgrenze erreicht haben, können Sie unbegrenzt zu Ihrer Rente dazu verdienen.

Erhöht eine Weiterbeschäftigung meine Rente?

Künftig besteht auch für solche Teilzeitbeschäftigungen Rentenversicherungspflicht. Das bedeutet, der Arbeitgeber zahlt weiterhin Beiträge für Sie in die Rentenversicherung ein. Durch diese Beiträgszahlung erhöht sich regelmäßig der Rentenanspruch.

Wichtig:

Bevor man eine Entscheidung über eine Teilrente im Rahmen der Flexi-Rente trifft, sollte man sich vorab ausführlich über die Folgen beraten lassen. Gerne helfe ich Ihnen hierzu weiter.

Rufen Sie mich an und ich sage Ihnen, ob sich eine professionelle Rentenberatung für Sie lohnt:
Tel. 089 - 23 54 34 02 (AB) oder Sie schildern Ihr Anliegen per E-Mail

Die rechtlichen Rahmenbedingungen des Flexirentengesetzes finden Sie im Bundesgesetzblatt Nr. 59 / 2016.

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Neue 9/10-Regelung - leichter in die KVdR wechseln

Mehr Mütter und Väter können jetzt in die günstige Krankenversicherung für Rentner wechseln

Für besonders viele Frauen war es ein böses Erwachen: Weil sie wegen längerer Kindererziehungszeiten über ihren Ehemann privat krankenversichert waren, wurden sie als Rentnerinnen nicht in die günstige Krankenversicherung für Rentner (KVdR) aufgenommen. Aber auch viele Männer wurden davon überrascht, weil sie zum Beispiel während einer Phase der Selbstständigkeit privat versichert waren.

Kinder spielten für die 9/10-Regelung bislang keine Rolle

Denn die Voraussetzung für die günstige Krankenversicherung für Rentner ist genügend Vorversicherungszeit, und für die gilt: Wer in der zweiten Hälfte seines Berufslebens nicht zu 90 Prozent gesetzlich versichert ist, muss sich als Rentner freiwillig krankenversichern (9/10-Regelung). Also muss der volle Beitragssatz auf das Einkommen gezahlt werden und nicht nur der halbe Beitragssatz ausschließlich auf die Altersrente - wie in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR).

Wer die 9/10-Regelung nicht erfüllte, hatte schnell einen höheren Krankenkassenbeitrag zu zahlen. Manchen Eltern fehlten nur wenige Monate oder gar Wochen der vorgeschriebenen Zeit.

Die gute Nachricht: 3 Jahre für jedes Kind - für beide Elternteile

Seit August 2017 werden pauschal drei Jahre für jedes Kind den Mitgliedszeiten in der gesetzlichen Krankenversicherung gutgeschrieben. Und zwar Vätern und Müttern gleichermaßen - für eigene Kinder, Stiefkinder und sogar Pflegekinder.

Damit können zahlreiche Frauen und auch einige Männer von dieser Neuregelung profitieren und teilweise viel Geld sparen.

Beispiel zur Neuregelung der 9/10 Regelung

Wer mit 15 Jahren eine Berufsausbildung begonnen hat und mit 63 Jahren in Rente geht, für den ist ein Zeitraum von 48 Jahren zu prüfen. Davon muss er in der zweiten Hälfte (24 Jahre) zu 9/10 (21,6 Jahre) Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sein.

War dieser Versicherte nun beispielweise in der zweiten Hälfte aufgrund einer Kindererziehung oder Selbständigkeit für 4 Jahre privat krankenversichert war, kann diese Lücke jetzt durch den Nachweis eines Kindes geschlossen werden.

Wichtig: In allen Bestandsfällen wird die Neuregelung erst auf Anfrage geprüft. Dazu helfe ich Ihnen gerne weiter und stelle die erforderlichen Anträge bei der Krankenkasse.

Dazu helfe ich Ihnen gerne weiter und stelle die erforderlichen Anträge bei der Krankenkasse.
Rufen Sie mich einfach an oder Sie schildern Ihr Anliegen per E-Mail

Verabschiedet wurde die Neuregelung Anfang 2017 von Bundestag und Bundesrat im HHVG, zu finden in der passenden Drucksache 135/17 des Bundestags.